Im Jahr 1842 entdeckte der englische Astronom und Naturwissenschaftler Sir John Hetschel die Möglichkeit,
mit einer chemischen Eisenlösung unter UV-Licht extrem stabile Bilder zu entwickeln - die Cyanotypie. Ihren Namen verdankt sie der Tatsache, dass die Ergebnisse ausschliefllich aus Blautönen bestehen. Seine Landsfrau Anna Atkins, ebenfalls Naturwissenschaftlerin, machte diese Technik bekannt, indem sie mit ihrer Hilfe ihre Bücher über Farne und andere Pflanzen dokumentierte. Sie gilt daher als erste Fotografin. War anfangs das Fehlen technischer Möglichkeiten die Ursache, gibt die Entwicklung per Sonnenlicht diesem Verfahren heute seinen naturverbundenen, reinen Charme und das Gefühl liebevollen Handwerks zurück. Ich nutze diese Technik experimentell auf Papieren und Naturstoffen. Die rein blaue Farbigkeit ist dabei keine Einschränkung, sondern Herausforderung und optischer Reiz. Der Einsatz von farbigen Stoffen erzeugt interessante zusätzliche Effekte. Mit diesen Arbeiten schlage ich eine spannende Brücke zwischen künstlerischer Fotografie und Raumaus-stattung. Denn neben direkt belichteten Materialien wie Pflanzen dienen Negative, Grafiken und Schablonen als Vorlage. Der Vielfalt der Motive sind somit prinzipiell keine Grenzen gesetzt, die Ergebnisse reichen dement-sprechend von der Postkarte bis zu Polster- und Dekostoffen.

 
 
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